Verfassung macht Schule

Der Verfassungsgerichtshof bietet ab dem Frühjahr 2020 Besuche durch Richterinnen und Richter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verfassungsgerichtshofes an Schulen an.
Führungen von Schülergruppen am Verfassungsgerichtshof sind ebenfalls möglich.

Besonders im VfGH-Jubiläumsjahr 2020 ist es dem Gerichtshof ein Anliegen, Jugendlichen grundlegende Fragen des Rechtsstaates näherzubringen.
Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren.

Anmeldungen von interessierten Lehrerinnen und Lehrern bitte direkt an den Verfassungsgerichtshof richten: verfassungmachtschule@vfgh.gv.at.

Die Veranstalter freuen sich über eine rege Nutzung dieses Angebots!

The Class of ’38. Exile & Excellence

Zum Gedenken an die sogenannten Novemberpogrome zeigte die Österreichische Akademie der Wissenschaften am Freitag dem 8. November 2019 im Beisein von Nobelpreisträger Eric Kandel im Festsaal der Akademie den Film „The Class of ’38. Exile & Excellence“.

Insbesondere für künftige junge Generationen möchte der Film die persönlichen Erfahrungen von Menschen bewahren, die den Verbrechen des Holocaust unmittelbar ausgesetzt waren. Zu Wort kommen sechszehn herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die als Kinder und Jugendliche von den Nationalsozialisten verfolgt und aus Österreich vertrieben wurden – darunter die Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger sowie Ehrenmitglieder unserer Akademie, der Neurowissenschaftler Eric Kandel, der Chemiker Martin Karplus sowie die Physiker Walter Kohn und Gerald Holton.

Eric Kandel, der am Vortag seinen 90. Geburtstag in Wien feierte, war persönlich anwesend und hat einen kurzen Beitrag eingebracht.

 

Nach erfolgreicher Präsentation von „Exile & Excellence“ dürfen nun die Links zu Film und DVD für den möglichen Einsatz im Unterricht zur Verfügung gestellt werden:

Link zum Schulfilm auf der ÖAW Webseite

https://www.oeaw.ac.at/exile-excellence/film/

Link zur deutschen DVD auf der Seite des Verlages der ÖAW

https://verlag.oeaw.ac.at/the-class-of-38-exile-and-excellence1

Link zur englischen DVD auf der Seite des Verlages der ÖAW

https://verlag.oeaw.ac.at/the-class-of-38-exile-and-excellence

 

Wir freuen uns durch die ÖAW einen weiteren unterstützenden Beitrag zum Schwerpunkt „Politische Bildung und Demokratie“ bieten zu können.

„1920-2020-2030“

Theater Wolkenflug

URAUFFÜHRUNG: WÜTENDE WEISSE MÄNNER
von Ute Liepold und Bernd Liepold-Mosser

INSZENIERUNG Ute Liepold
MIT Aline-Sarah Kunisch | Anú Sifkovits | Oliver Welter
KOSTÜM Michaela Haag
ASSISTENZ Stephanie Sihler

PREMIERE KLAGENFURT 6. November 2019, 20 Uhr
WEITERE TERMINE 8.|9.|13.|14.|15.|16.|20.|21.|22.|23. November 2019, 20 Uhr
ORT ORF-Theater Klagenfurt, Sponheimerstraße 13, 9020 Klagenfurt
EINTRITTSPREISE 25 EUR | 20 EUR
KARTEN und INFOS kontakt@wolkenflug.at | www.wolkenflug.at | 0681-81926317

Sie sind wieder da: die wütenden weissen Männer mit ihrem Abwehrkampf gegen die Zukunft. Reaktionäre Männlichkeiten rudern wieder zurück an die Macht, ob in der Öffentlichkeit, der Politik oder den sozialen Medien.
Ein hochpolitischer, ironischer, unterhaltsamer und nicht zuletzt musikalischer Abend über die Abgründe männlicher Identitäten – von Trump, Orban und Kickl über Männer-Rechtsbewegungen, AfD-Programmen und Hasspostings bis zur kommerzialisierten Pseudovolkskultur und den Leugnern der Klimakrise.

Schulparlament der NMS 10 Klagenfurt besucht Justizpalast in Wien

Besuch der Abgeordneten des Schulparlaments der NMS 10 Klagenfurt im Justizpalast

 Am Dienstag, den 4.6.2019 fuhren die Abgeordneten des Schulparlaments nach Wien. Das Ziel war ein Besuch im Justizpalast.

Wir kamen zu Mittag in Wien an und unternahmen, nachdem wir uns gestärkt hatten, einen kulturellen Spaziergang vom Belvedere bis zum Stephansdom.

Wir machten eine Pause bei der Karlskirche. Davor stand ein weißer Flügel, auf dem uns Herr Schlömmer zwei wunderschöne Melodien vorspielte. Das Ambiente war wirklich beeindruckend.

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch des Nordturms vom Stephansdom, wo wir einen traumhaften Blick über die Dächer Wiens hatten.

Am Mittwoch am Vormittag stand der Besuch des Justizpalastes am Programm. Zuerst erhielten wir interessante Informationen über dieses Haus um anschließend an einer Verhandlung des Oberlandesgerichtes Wien teilzunehmen. Diese Teilnahme war für alle sehr interessant, aber auch bedrückend.

Anschließend führte uns der Präsident des Landesgerichtes für Strafsachen in Wien, Dr. Forsthuber, durch das Haus und erklärte uns wichtige demokratiepolitische Begriffe und Zusammenhänge. Die von ihm zusammengestellte Ausstellung im Justizpalast war sehr informativ.

Nach einer Stärkung begaben wir uns ins Naturhistorische Museum um am späten Nachmittag vollgepackt mit interessanten Eindrücken unsere Heimreise anzutreten.

„Die Friedensbildung des Einzelnen und der Gesellschaft“

Kärntens Schülerinnen und Schüler schnupperten Theaterluft

Unter der professionellen Anleitung von Kulturschaffenden sowie unterstützt von mehreren Kulturvereinen inszenierten Schülerinnen und Schüler von 17 Kärntner Schulen in diesem Schuljahr insgesamt neun Theaterproduktionen zum Thema „Die Friedensbildung des Einzelnen und der Gesellschaft“. Die Produktionen wurden in Villach präsentiert. In Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser wohnte Jugendreferentin LR.in Sara Schaar sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair der Veranstaltung in der „neuebuehnevillach“ bei.

Gerade das heurige Schuljahr stand im Zeichen von Gedenk- und Erinnerungsmomenten. So wurde etwa im November 2018 der Gründung der Republik Österreich gedacht. Die Schülerinnen und Schüler verarbeiteten in ihren Theaterstücken aber auch neuere Entwicklungen, wie etwa die kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien und die damit einhergehenden Flüchtlingsströme.

„Das Thema Frieden ist ein komplexes Thema, welches in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnimmt. So muss man einerseits die Geschichte kennen, die persönliche, die des Landes Kärntens, die des ganzen Staates Österreich, aber natürlich auch über die Grenzen von Österreich hinaus. Es ist keine Selbstverständlichkeit, in einem friedlichen Land zu leben. Aus diesem Grund freut es mich umso mehr, dass ein solches Projekt von solch fantastischen Schülerinnen und Schülern umgesetzt wird und zur Sensibilisierung für die gesamte Gesellschaft beiträgt. Die einzigartigen Projekte, die in diesem Rahmen entstanden sind, zeigen wieviel Herz und Engagement alle Beteiligten eingebracht haben“, dankte Schaar im Rahmen der Veranstaltung allen Schulen, Direktionen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler, und vor allem auch Projektleiter Rudolf Altersberger.

Dieser betont die breit gefächerte Vernetzung von Kulturschaffenden mit den Schulen. Besonders sei auch die Mitwirkung von Jugendlichen mit Behinderungen sowie die viersprachige Konzeption der Produktionen – sie wurden in deutscher, slowenischer, italienischer und in Gebärdensprache zur Aufführung gebracht.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair betonte den kooperativen und fruchtbaren Austausch zwischen Kultur und Bildung. Das „Schule-Jugend-Theater-Projekt“ solle langfristig zu einem Fixpunkt werden, so der Bildungsdirektor. „Die Zukunft liegt in den Händen unserer Jugend, die mit ihren innovativen Projekten wesentlich zum Schaffen einer Kultur des Erinnerns anstatt Vergessens beigetragen hat“, so Klinglmair.

Für den Kurator und ehrenamtlichen Begleiter des Projekts, Herbert Gantschacher, ergänzen sich Friedensbildung, Schulbildung und kulturelle Bildung gegenseitig. Seitens der Landeskulturabteilung nahm Igor Pucker an der Abschlusspräsentation teil.

Text: LPD Kärnten/ Fabian Rauber

Foto: Büro LR.in Schaar

Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung 2019 – „Demokratie und Digitalisierung- Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Gemeinwesen“

AVISO: Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung 2019 – „Demokratie und Digitalisierung- Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Gemeinwesen“

am Do., 24.10.2019 | 10:00 – 17:00 Uhr | Konferenzsaal AK Kärnten | Klagenfurt

Begriffe wie Industrie 4.0, Internet der Dinge, Cyber-Physische Systeme, Big Data oder Digitalisierung
sind derzeit in aller Munde, und die damit verbundenen Auswirkungen auf Ökonomie, Gesellschaft und
Bildung sind Gegenstand zahlreicher Debatten. Weit weniger intensiv hingegen wird der Einfluss neuer
Technologien auf unser demokratisches Gemeinwesen diskutiert.
Können sich die digitale Verfügbarkeit von umfassendem Wissen, die schier grenzenlosen Kommunikationsmöglichkeiten
und die positiven Aspekte einer vernetzten Welt als maßgebliche Faktoren erweisen,
um unsere Demokratie qualitativ weiterzuentwickeln? Oder ist genau das Gegenteil der Fall? Stellen
Fake-News, Überwachungs- und Manipulationstechnologien, künstliche Intelligenz oder der Einsatz von
Algorithmen sowie das unkontrollierte Sammeln von Daten nicht eine ernsthafte Bedrohung für unser
politisches System dar?
Diesen aktuellen und zugleich brisanten Fragen widmen sich die Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen
Bildung 2019. Die kritische Analyse von Chancen und Risiken der Digitalisierung für unser demokratisches
Zusammenleben soll dabei sowohl einen Beitrag zum besseren Verständnis gegenwärtiger
Diskussionen leisten, als auch praktische Anstöße für die aktive Gestaltung unserer Zukunft geben.

Das Aviso finden Sie hier

“Die gescheiterte Republik”

29.4.2019  – Univ. Prof. Anton Pelinka zu Gast am Gymnasium Hermagor:

 

Univ. Prof. Anton Pelinka referierte aus seinem Buch: „Die gescheiterte Republik. Kultur und Politik in Österreich 1918-1938“

Zum Abschluss des Gedenkjahres 100 Jahre Republik Österreich nahm Anton Pelinka zur Frage Stellung, ob der „mörderische Abstieg“ der 1. Republik unausweichlich war, und wie deren Zerbrechen und damit der „Anschluss“ 1938 zu vermeiden gewesen wäre.

Anton Pelinka war 1975 -2006 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und von 2006-2018 an der Central European University Budapest.

Diese für die 6., 7. und 8. Klassen eingerichtete Veranstaltung unter dem Signum politischer Bildung stand auch für die interessierte Öffentlichkeit offen.

(Marina Jamritsch)

Bildungsreise der Sieger

Das Siegerteam des Quiz „Politische Bildung-Europa-Quiz 2019“ auf Bildungsreise in Slowenien

Eine kleine, aber feine Reisegruppe traf sich am 23. April 2019 frühmorgens, also noch in den Osterferien, um sich auf den Weg nach Laibach/Ljubljana zu machen. Ein erster Stopp wurde bereits nach einigen wenigen Kilometern eingelegt, um bei den 1943 errichteten Außenlagern des KZ Mauthausen Nord und Süd am Loiblpass, der Menschen zu gedenken, die unter schrecklichsten menschenverachtenden Bedingungen den Tunnel durch die Karawanken graben mussten. Leider wissen viele Kärntnerinnen und Kärntnern immer noch nicht, dass es Häftlinge des Vernichtungslagers Mauthausen waren, die diesen Tunnel gegraben haben. Viele sind dabei zu Tode geschunden oder sogar vorsätzlich ermordet worden.

Von unserem sprach- und fachkundigen Reiseleiter, Mag. Dr. Theodor Domej, dem ehemaligen Fachinspektor für Slowenisch an mittleren und höheren Schulen in Kärnten, erhielten wir viele historische, aber auch aktuelle Informationen zu unserem Nachbarland Slowenien. Er erzählte uns u.a. vom berühmten slowenischen Architekten Jože Plečnik und zeigte uns im Rahmen der Stadterkundung einige seiner Bauten wie z. B. Tromostovje – die drei Brücken sowie die National- und Universitätsbibliothek. Dem Nationaldichter France Prešeren, der einige Zeit auch in Klagenfurt gelebt hatte, begegneten wir am Hauptplatz von Ljubljana in Form der überlebensgroßen Statue.

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des slowenischen Parlaments mit einer englischsprachigen Führung und das Gespräch mit der Vorsitzenden der Österreich-Freundschafts – Parlamentsgruppe, Frau Abgeordnete Ljudmila Novak. Sie ist auch Kandidatin für die EU Wahl der Partei Nova Slovenija – Krscanska Ljudska Stranka und stellte uns auf Nachfrage  kurz ihre Pläne für die Zukunft Slowenien in der EU vor. Bereits von 2004 bis 2009 gehörte sie dem Europäischen Parlament an.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Innenstadt besuchten wir das Büro der deutschsprachigen Volksgruppen. Im Rahmen eines Round -Table Gesprächs mit dem Vorsitzenden der Deutschen Minderheit in Slowenien, Christian Lautischer gemeinsam mit Manuel Jug, dem jungen Vorsitzenden des Zentralverband Slowenischer Organisationen (ZSO) in Kärnten, erfuhren wir von den Bemühungen der Minderheit um Anerkennung als autochthone Volksgruppe und den Erhalt der Kultur und Sprache in Slowenien.

Der Gottscheer August Grill erzählte uns als Zeitzeuge in seiner Gottscheer Sprache (ein altertümlicher Dialekt) von der Gottschee/ Kočevje und der fast verlorenen Kultur, die es als Weltkulturerbe zu erhalten gäbe.

Der Aufstieg auf die Burg von Ljubljana, die imposant über der Stadtmitte thront, war nach einer kleinen Stärkung auf Einladung des Volksgruppenbüros trotz des Regens für die Gruppe leicht zu schaffen. Der Besichtigungsrundgang um den Dom St. Nikolaus rundete die Stadterkundung ab und das Abendessen war mit diesem Tagesprogramm redlich verdient.

Bereits um 08:00 Uhr starteten wir am zweiten Reisetag unsere Fahrt Richtung westlichster Gemeinde Sloweniens, Kobarid/Karfreit. Das erste Etappenziel war die Stadt Cerkno. Hier haben wir in einer Felsenschlucht das Partisanenlazarett „Bolnišnica Franja“ besichtigt. Der stete Aufstieg durch eine enge, steile Klamm, vorbei an einem tosenden Wasserfall, war besonders bei Regen, sehr eindrucksvoll. Wir konnten dabei ein ungefähres Bild davon bekommen, wie mühsam die Verwundeten und die Materialien an diesen versteckten Ort gebracht werden mussten.

In Kobarid/Karfreit besuchten wir  das Kobariški muzej- Museums des 1. Weltkrieges und erhielten im Rahmen einer zweistündigen, sehr engagierten Führung, die Schrecken der Schlachten des 1. Weltkrieges vermittelt.

Das Soča-Tal war der Schauplatz der größten Schlachten auf slowenischem Boden, die auch der amerikanische Schriftsteller Hemingway in seinem Roman „In einem andern Land“ beschrieben hat. Die größten Gefechte in einer Gebirgsregion in der Geschichte der Menschheit waren gekennzeichnet durch 11 blutige Offensiven der italienischen Armee sowie durch die letzte 12. Isonzoschlacht, genannt das Wunder von Karfreit (Kobarid), in der österreichisch-ungarische Soldaten mit Hilfe der deutschen Armee die Frontlinie zum Fluss Piavo schoben.

Nie mehr einen schrecklichen Krieg erleben müssen, sondern in Frieden und Freundschaft mit den Nachbarn leben dürfen, dieser Wunsch begleitete uns auf der Heimreise über den Predil-Pass nach Tarvisio und Klagenfurt. Die gesamte Reise war geprägt von einer guten, ausgelassenen Stimmung, einer ausgezeichneten Verpflegung und einer besonders netten Gemeinschaft.

Unser großer Dank geht an die Plattform Politische Bildung im Kärntner Landtag für die Ermöglichung dieser schönen und interessanten Reise, FI Dr. Michael Vrbinc für die hilfreiche Unterstützung bei der Organisation, Dr. Theodor Domej für die aufschlussreichen Führungen in der Stadt mit vielen Erzählungen und historischen Details sowie Alfred Wrulich und Christian Puck für die gute und sichere Fahrt über die Pässe.

 

Kurzbericht von Sebastian Ambrosch

Text&Fotos: Mag. Gerlinde Duller

BORG Hermagor Projekt Future Challenge Europe4me

 

SchülerInnen des BORG Hermagor haben sich am Wettbewerb der Wiener Zeitung mit einem engagierten Projekt beteiligt.

Weitere Informationen finden Sie hier (Link)