Mauthausen – internationale Gedenkfeier KZ Loibl 2021

Jugend gegen das Vergessen – Gedenkveranstaltung am Loibl

Mladina proti pozabi – spominska prireditev na Ljubelju

Na povabilo Mauthausenkomiteja Kärnten/Koroška so se dijakinje in dijaki DTAK udeležili letošnje mednarodne komemoracije v spomin na trpine v koncentracijskem taborišču Ljubelj sever, ki je bilo podružnica koncentracijskega taborišča Mauthausen. Deportiranci so morali pod nečloveškimi pogoji med leti 1943 in 1945 kopati predor. Številni so onemogli zaradi težkega dela in so bili usmrčeni na Ljubelju, ali pa jih je SS poslala nazaj v Mauthausen, kjer so bili umorjeni v plinski celici.

Mnogi predniki naših učenk in učencev so morali za časa nacionalsocializma opravljati prisilno delo kot pregnanci, ali pa so trpeli v koncentracijskih taboriščih, mnogi so umrli.

 

Jugend gegen das Vergessen – Gedenkveranstaltung am Loibl

Auf Einladung des Mauthausenkomitees Kärnten/Koroška haben Schülerinnen und Schüler der Zweisprachigen HAK an der internationalen Gedenkfeier teilgenommen. Alljährlich wird der Zwangsarbeiter aus verschiedenen europäischen Staaten gedacht, die unter menschenunwürdigen Bedingungen den Loibltunnel graben mussten. Viele haben die Misshandlungen und den Hunger nicht ertragen und wurden entweder vor Ort umgebracht oder zurück nach Mauthausen in die Gaskammer geschickt.

Auch viele Vorfahren unserer Schülerinnen und Schüler wurden während der Nazizeit deportiert, mussten Zwangsarbeit verrichten oder litten in Konzentrationslagern. Viele haben nicht überlebt.

Zu den Reden der Jugend:

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MATILDE – internationaler Fotowettbewerb.

Fotowettbewerb MATILDE

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Wie verändern sich ländliche Räume und Berggebiete durch
Zuwanderung?

Ländliche Räume und Berggebiete können als das Herz Europas betrachtet werden. Geprägt
durch landwirtschaftliche Produktion, Tourismus, kulturelles Erbe und soziale Vielfalt sowie
durch viele weitere Aspekte nehmen diese Räume eine wichtige Rolle für das Gemeinwohl
Europas ein. Es ist daher an der Zeit diese Regionen in ein neues Licht zu setzen.

Im Horizon2020-Projekt MATILDE untersuchen wir, wie sich Migration auf die lokale
Entwicklung und den territorialen Zusammenhalt in ländlichen Räumen und Berggebieten
Europas auswirkt, um so besser zu verstehen, wie Integration und lokale Entwicklung gefördert
werden können.

Als Partner*innen im Projekt MATILDE ist es unser Bestreben, den aktiven Beitrag
zugewanderter Menschen und ihrer Nachkommen in ländlichen Räumen und Berggebieten
Europas hervorzuheben und neu zu denken. Nimm also am MATILDE Fotowettbewerb teil und
erzähle uns mit deinen Bildern, wie sich Europas ländliche Räume und Berggebiete durch
Zuwanderung entwickeln, bunter und vielfältiger werden.

So kannst du am Fotowettbewerb teilnehmen:

• Fülle das Anmeldeformular aus;
• Lies die Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen;
• Lade maximal 3 Fotos in das Bewerbungsformular hoch;
• Beschreibe in einem kurzen Text (max. 300 Zeichen für jedes Foto), inwiefern dieses
Foto die Veränderung ländlicher Räume und Berggebiete durch Zuwanderung zeigt;
• Folge den Social-Media Accounts von MATILDE auf Twitter, Facebook, Instagram
und LinkedIn, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Auch die Gewinner*innen
des Fotowettbewerbs werden über Social-Media bekanntgegeben.
• Als ein internationales Kooperationsprojekt mit 25 Projektpartner*innen und 19
weiteren unterstützenden Partner*innen in 10 europäischen Ländern legen wir großen
Wert auf Partizipation. Wir ermutigen die Teilnehmer*innen daher, ihre Fotos auf
ihren eigenen Social-Media Profilen mit den Hashtags #HeartofEurope und
#MATILDEMigration zu teilen. Die Fotos der Teilnehmer*innen können somit über
unsere Social-Media-Kanäle und die virtuelle Galerie der MATILDE-Website geteilt
werden.

Alle Fotos, die zwischen dem 9. Mai 2021 und dem 9. August 2021 hochgeladen werden,
nehmen am Wettbewerb teil.

Die drei Gewinner*innen erhalten einen einzigartigen und exklusiven Online-Workshop mit
Opher Thomson, einem professionellen Landschaftsfotografen und Regisseur des Films “The
New Wild: Life in the Abandoned Lands”. Opher hat sich in seinen Arbeiten intensiv mit
ländlichen Räumen und Berggebieten in ganz Europa beschäftigt. Der Workshop wird sich
explizit auf Techniken konzentrieren, um diese Orte besser einzufangen, zu verstehen und
deren Geschichte zu vermitteln.

Wir freuen uns über deine Teilnahme und wünschen viel Erfolg!
Bei Rückfragen schreibe gerne eine E-Mail an: Mag. (FH) Marika Gruber, m.gruber@fhkaernten.at (Projektleitung Fachhochschule Kärnten)

Informationen in Englisch sind auf der Webseite verfügbar: https://matilde-migration.eu/photo-contest/

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Rechte und Eigentum der Fotos:
Mit der Einreichung von Fotos zum MATILDE-Fotowettbewerb erklärt sich der*die
Teilnehmer*in damit einverstanden, MATILDE das Recht einzuräumen, die Fotos kostenlos
in den sozialen Medien, auf der offiziellen Website sowie in deren virtuellen Galerie zu
veröffentlichen, auch wenn es sich nicht um die Gewinnerbeiträge handelt. MATILDE wird
im Gegenzug den vollständigen Namen der Gewinner*innen nennen, wenn die Fotos für
Kommunikations- und Veröffentlichungsaktivitäten verwendet werden.

Verfassungsgerichtshof on Tour – Einladung zur Wanderausstellung 100 Jahre Verfassung

Wanderausstellung – 100 Jahre Verfassung vom 28.06. – 02.07.2021.

Ausstellungsstandort: BG/BRG für Slowenen, Prof. Janežič Platz 1,9020 Klagenfurt / Celovec.  
Die feierliche Eröffnung findet am 28.06.2021 um 11:00 Uhr im Beisein von Herrn Bildungsreferenten Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und dem Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes DDr. Christoph Grabenwarter statt.  
Das Angebot richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren und kann jederzeit während der Öffnungszeit in Anspruch genommen werden.
Im Jahr 2020 wurde das 100-jährige Jubiläum der österreichischen Bundesverfassung und des Verfassungsgerichtshofes gefeiert. Mit dem Projekt “Verfassung macht Schule” hatte der Verfassungsgerichtshof speziell für dieses Jubiläumsjahr einen Schwerpunkt mit Besuchen an Schulen und Führungen von Schülerinnen und Schülern durch den Verfassungsgerichtshof geplant.
Nach einem erfolgreichen Auftakt dieser Aktion mussten seit Beginn der Pandemie sämtliche geplanten Besuche abgesagt werden. Es konnte zwar ein gewisser Kontakt mit den Schulen aufrechterhalten werden und das Heft “Unsere Verfassung als Magazin” wurde an interessierte Schulen verteilt. Leider war ein intensiverer Austausch mit Schülerinnen und Schülern nicht möglich.
Umso erfreulicher ist es daher, dass nun die Wanderausstellung “Verfassungsgerichtshof auf Tour” durch die Bundesländer reisen kann. In zwei Containern an verschiedenen Standorten wird in allen neun Bundesländern die Möglichkeit geboten, den Infopoint 100 Jahre Verfassungsgerichtshof zu besuchen. Die konkreten Standorte sind auf der Website des Verfassungsgerichtshofes www.vfgh.gv.at abrufbar.
 
Detaillierte Informationen inklusive Regeln und Hinweise für den Besuch der Ausstellung sowie Unterlagen für den Einsatz im Unterricht finden Sie unter: https://www.vfgh.gv.at/verfassungsgerichtshof/100Jahre/VfGH_auf_Tour.de.html.
Allfällige Fragen können an folgende Mailadresse gesendet werden: verfassungmachtschule@vfgh.gv.at
 
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, die Anmeldung zum Besuch der Wanderausstellung zu senden an:  bg-klu-slow@bildung-ktn.gv.at und cc an: gerlinde.duller@bildung-ktn.gv.at.
 
Die Veranstalter freuen sich über das Interesse und auf einen regen Besuch der Ausstellung!
 
 
 

Einladung zur BNE-Sommerakademie 2021

Jetzt anmelden für das Fortbildungs-Highlight im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)!

Neo-Ökologie, Connectivity, Resilienz, New Work: Der Blick in die Zukunft eröffnet unzählige Perspektiven und Visionen. Die BNE-Sommerakademie des Forum Umweltbildung im Umweltdachverband lädt heuer dazu ein, Bildungsarbeit mit unterschiedlichen Zukunftsszenarien zu verknüpfen, um daraus mögliche Erkenntnisse für die Gegenwart zu ziehen – und das gleich in zwei Formaten: Im Schloss Seggau bei Leibnitz vom 23. – 25. sowie online vom 24. – 25. August. Die alles entscheidende Frage an die Teilnehmer*innen der BNE-Sommerakademie lautet: „Denken Sie groß?!“ In der Veranstaltung wird gezeigt, wie wir mit Bildung Gesellschaft verändern, indem wir nicht nur selbst groß denken, sondern auch andere Menschen zum Perspektivenwechsel ermutigen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen wird der Blick in die Zukunft und zurück in die Gegenwart gerichtet, um daraus Handlungsempfehlungen zur Erreichung der SDGs abzuleiten und die Schritte für die notwendige Transformation zu setzen.

Die BNE-Sommerakademie unterstützt Multiplikator*innen mit praktischen Tipps für die Bildungsarbeit und bestärkt das Engagement in Bezug auf die SDGs, Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Freue dich mit uns auf inspirierende Botschaften, praktische Tipps für die Bildungsarbeit und kreativen Austausch mit einer diversen Gruppe an Teilnehmer*innen!

events.umweltbildung.at

Programmfolder_SOAK_Leibnitz

Programmfolder_SOAK_Online

 

Workshops Extremismus & Antisemitismus

Radikalisierung – Hass im Netz – Antisemitismus

Folgende kostenlose Vorträge und Workshops werden bis Ende des Schuljahres im Bereich der Antisemitismus- bzw. Extremismusprävention angeboten

Radikalisierung – Hass im Netz – Antisemitismus
Lösungsangebote für die pädagogische Praxis
Online:
31.05.2021 von 17:00h bis 20:00h oder
01.06.2021 von 17:00h bis 20:00h

Geschichte des Antisemitismus und Kontinuitäten des Antijudaismus
Online: Mittwoch, 9.6.2021, 17 – 18:30 Uhr

Neue und moderne Formen des Antisemitismus
Online: Dienstag, 15.6.2021, 17 – 18:30 Uhr

Nähere Beschreibungen können Sie dem Text unten entnehmen.

 

Radikalisierung – Hass im Netz – Antisemitismus

Lösungsangebote für die pädagogische Praxis

Das Internet bietet gerade in Zeiten der Corona Pandemie den idealen Transmitter für Rekrutierungsversuche und Radikalisierungsverläufe. Dabei ist Hass in Verbindung mit Vorurteilen, Rassismus und Antisemitismus der Nährboden für die Ausprägung von extremistischen Strömungen, die in Pandemiezeiten – einhergehend mit wirtschaftlichen Unsicherheiten – Hochkonjunktur haben.
Speziell über moderne Kommunikationsmittel verbreiten sich gefährliche Inhalte z.B: über soziale Medien (wie facebook) und verschiedene Chatprogramme (wie WhatsApp und Telegramm).
Das dreistündige kostenlose Seminar, das als Pilotseminar zusammen mit Granatapfel, Günther Ebenschweiger und der Extremismuspräventionsstelle Stmk. initiiert wird, gibt

  1. einen Einblick in die Spirale von Hass im Netz und Verschwörungserzählungen, die – genährt durch Jahrhunderte alten Antisemitismus – jede extremistische Strömung bedienen;
  2. beantwortet Fragen zu Lebensprozessen junger Menschen und
  3. bietet im diesem Kontext, Informationen, Methoden und Lösungsangebote zu Identitätsproblemen, Vorurteilsstrukturen, politischer/religiöser Ideologie für Pädagog*innen, Multiplikator*innen und Schüler*innen.

Ziele:

  • Schüler*innen gegen diese demokratiefeindlichen und menschenfeindlichen Entwicklungen zu schützen, sie aufzuklären, ihnen ein alternatives Narrativ zu extremistischem Gedankengut anzubieten;
  • Entlastung von Pädagog*innen im Umgang mit den komplexen Themenbereichen „Radikalisierung – Hass im Netz – Antisemitismus“ und
  • das Netzwerk „NEXT“ als steirische Drehscheibe für (Rück-)Fragen sowohl im pädagogischen, als auch im privaten Kontext vorzustellen!

Online
31.05.2021 von 17:00h bis 20:00h oder
01.06.2021 von 17:00h bis 20:00h
Kostenlose Teilnahme
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl:
max. 20

Anmeldung unter office@next.steiermark.at
Der Link wird nach Anmeldung zeitnahe per Mail ausgesandt.
Bei Fragen rufen Sie gerne Herrn Ebenschweiger unter Tel. 0676 4 25 4 25 4

Diese Veranstaltung ermöglicht

Geschichte des Antisemitismus und Kontinuitäten des Antijudaismus

Der Antisemitismus christlicher Tradition, der sogenannte Antijudaismus hat jahrtausendelange Tradition und liefert die Grundlage für andere Formen von Antisemitismus. In diesem Workshop geht es um die verschiedenen Ausprägungen und Dimensionen von Antisemitismus und deren Verbreitung.
Neben einem inhaltlichen Input werden in dieser Veranstaltung Impulse für die Umsetzung der Inhalte im Unterricht geliefert.

Online        
Datum: Mittwoch, 9.6.2021, 17 – 18:30 Uhr
Kostenlose Teilnahme
Anmeldung unter office@granatapfel.ws oder
+43 699 16969441 (Ruth Kathrin Lauppert-Scholz)
Der Zugangslink wird Ihnen zeitnahe zur Veranstaltung nach Anmeldung zugeschickt.

Diese Veranstaltung ermöglicht die

Neue und moderne Formen des Antisemitismus

 

In dem neuen Erscheinungsbild des Antisemitismus lässt sich das Phänomen erkennen, dass verschiedene Dimensionen von Antisemitismus sich treffen, die zuvor wenig Berührung hatten: rechter, linker, islamischer/muslimischer, israelbezogener Antisemitismus. Gerade jener Antisemitismus, der dem linken politischen Spektrum zugeordnet wird; ist nicht sehr leicht zu erkennen und wirkt subtil.
Dieser Workshop versucht für die unterschiedlichen Erscheinungsbilder des Antisemitismus zu sensibilisieren und liefert Anwendungsbeispiele für den Unterricht.

Online
Datum: Dienstag, 15.6.2021, 17 – 18:30 Uhr
Kostenlose Teilnahme

Anmeldung unter office@granatapfel.ws oder
+43 699 16969441 (Ruth Kathrin Lauppert-Scholz)
Der Zugangslink wird Ihnen zeitnahe zur Veranstaltung nach Anmeldung zugeschickt.

Diese Veranstaltung ermöglicht die

Bei Rückfragen oder Buchungsanfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Dazu antworten Sie bitte auf dieses Mail oder verwenden die Kontaktmöglichkeiten in der Signatur.

Auf eine “online”-Begegnung freut sich

Ruth Kathrin Lauppert-Scholz

 

Nähere Informationen zu unseren Programmen finden Sie auf unserer Homepage:
www.granatapfel.ws

Finale des 68. Landesjugendredewettbewerbs

Finale des 68. Landesjugendredewettbewerbs

Der Kärntner Jugendredewettbewerb wurde in diesem Schuljahr aufgrund der COVID-19-Pandemie erstmals virtuell durchgeführt. Junge redegewandte Menschen zwischen 14 und 21 Jahre nutzten die Möglichkeit, ihr besonderes Talent unter Beweis zu stellen. In den drei Kategorien – Klassische Rede, Spontanrede und Neues Sprachrohr-präsentierten sie sehr professionell und mit hohem persönlichem Engagement ihre Meinungen und Gedanken zu unterschiedlichsten Themen.

Mehr dazu im Link zum Video: https://youtu.be/W8JDYEDFOfg

Die Siegerinnen und Sieger des Landesjugendredewettbewerb 2021 sind:

Klassische Rede AHS/BHS

  1. Platz Alexandra KREUZER, Stiftsgymnasium St. Paul im Lav.

Spontanrede

  1. Platz Marcel HUTTERSTRASSER, BG/BRG Mössinger, Klagenfurt

Neues Sprachrohr

  1. Platz Victoria WAGNER, Anna ZIMMERMANN, Rebecca BEARZI , alle BG/BRG Perau, Villach

Sie alle  vertreten das Bundesland Kärnten beim Bundesfinale, das dieses Jahr ebenfalls online stattfinden wird.

Jugendredewettbewerb 2021

Presseaussendung

 

ÖGSR-Schulrechtspreis 2021

ÖGSR-SCHULRECHTSPREIS 2021

Rechtswissenschaftliche, rechtspolitische und allgemein interessierende Arbeiten, die im Kontext von Schule und Recht stehen, können ausgezeichnet werden.

Einreichungen an den Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Schule und Recht,

1010 Wien, Freyung 1, office@oegsr.at,

www.oegsr.at

Einreichfrist:  31. Oktober 2021

 

 

Ausschreibung_ÖGSR-Schulrechtspreis_2021

 

Lernfeldprojekt: “Climate Change Games” Bachmanngymnasium

Lernfeldprojekt: „Climate Change Games“   Dem Klimawandel einen Spielzug voraus!

Die Klimakrise bewegt unsere Jugend. Auch im Unterricht wird darüber viel diskutiert. Aufbauend auf diesem Interesse kann die Neugierde zur Wissensvermittlung mit Spielfreude und Spaß verknüpft werden. Mit 15 Jahren bringen die Schüler*innen noch einen riesigen Erfahrungsschatz hinsichtlich des Spielens mit. Hier kann man andocken, denn der Spieltrieb des Menschen ermöglicht durch Versuch und Irrtum essentielle Kenntnisse und Kompetenzen über die Welt zu lernen.
„Wir wollten das Vergnügen am Spiel mit dem Phänomen des Klimawandels kombinieren. Daraus ergab sich die Idee zu den Climate Change Games“, erklärt Mag.a Ingrid Huber, Lehrerin am Ingeborg-Bachmann-Gymnasium den Ursprung der Idee.  Gemeinsam mit ihrer Kollegin Mag.a Bettina Popotnig begeisterten sie die Schüler*innen der 5b Klasse Spiele im Geographie- und Wirtschaftskunde-Unterricht zu entwickeln.
„Die Wichtigkeit dieses Zugangs wurde uns auch vor Augen geführt, als wir uns die Produktpalette professioneller Spielwarenhersteller angesehen haben, die kaum Klimaspiele, Klimawandelspiele oder Spiele für den Klimaschutz für Kinder und Jugendliche im Sortiment führten“, so Mag. Horst Kanzian, Senior Lecturer an der AAU-Klagenfurt, der das gemeinsame Projekt „Climate change games – Dem globalen Klimawandel spielerisch begegnen“ mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und dem Ökolog-Team der Schule ins Leben gerufen hat.
Wichtig war es, dass die Schüler*innen in die Rolle von Spielentwicklern schlüpften und Spiele erfinden, die aus ihrer Kreativität entspringen und in der Qualität sowie Ausstattung den professionellen möglichst nahekommen. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, wurden Lehramtsstudierende als Lernbegleiter*innen eingesetzt, die die Schüler*innen bei der Erarbeitung eines sinnvollen Spielinhalts und einen damit kompatiblen Spielmechanismus unterstützten.
Während der dreimonatigen, digitalen Projektarbeit setzten sich unsere Schüler*innen intensiv mit den unterschiedlichsten Facetten der Klimaveränderung auseinander und konnten das Thema für sich wesentlich besser begreifen.
Die 23 Schüler*innen der 5b-Klasse des Ingeborg-Bachmann-Gymnasiums entwickelten gemeinsam mit 23 Lehramtsstudierenden der Geographie und Wirtschaftskunde der AAU-Klagenfurt schließlich 7 Spiele zum Klimaschutz. (siehe Tabelle anbei)
„Trotz der immensen Belastung durch homeschooling und distance learning schafften die SchülerInnen fulminante Ergebnisse. Ein Beweis, daß selbst unter schwierigsten Bedingungen die SchülerInnen durch selbstorganisiertes Lernen Fähigkeiten entwickeln von denen sie selbst überrascht sind“, freute sich Christian Salmhofer vom Klimabündnis. Das Statement eines Schülers bringt es auf den Punkt: „Das Projekt war eine gute Idee und hat Spaß gemacht. Es war zwar etwas viel zu tun, jedoch war es oft sehr lustig und interessant. Ich schaue mit einem Lächeln darauf zurück.” Ein Lächeln, das alle Beteiligten mit Manuel gerne teilen.

Aktivitäten und Umsetzung:

Das Projekt wurde als kooperatives Lernfeldprojekt durchgeführt, an dem zwei Bildungsinstitutionen – die Universität Klagenfurt (AAU) / Institut für Geographie und Regionalforschung und das Ingeborg-Bachmann-Gymnasium – beteiligt waren. Die Projektleitung hatten Mag. Horst Kanzian, Senior Lecturer an der AAU-Klagenfurt, sowie Mag.a Ingrid Huber, Lehrerin am Ingeborg-Bachmann-Gymnasium, inne. Mag.a Bettina Popotnig, Klassenlehrerin der 5b, fungierte als organisatorische Brücke zwischen der Projektleitung und den beteiligten 23 Schüler*innen der 5b-Klasse des Ingeborg-Bachmann-Gymnasiums. Weiters waren 23 Lehramtsstudierende der Geographie und Wirtschaftskunde der AAU-Klagenfurt als Lernbegleiter*innen eingesetzt. Letztere leiteten die Schüler*innen durch die einzelnen Phasen der Projektmethode und achteten stets darauf, dass das digitale Projekt einen geradlinigen Verlauf nimmt und berieten die Schüler*innen bei Fragen und Unklarheiten. Im Folgenden sollen die einzelnen Phasen und deren Aktivitäten kurz vorgestellt werden: 4. Projektdurchführung: Die Projektdurchführung war aufgrund des Distance-Learning, die ab Ende November auch die involvierte Klasse einholte, sehr schwierig. Die Kleingruppen mussten auf digitale Projektarbeit umschwenken und die Klima(wandel)spiele in digitalen Räumen umsetzen. Erschwerend hinzu kam, dass sich die Schüler*innen nicht treffen konnten, um gemeinsam an den Spielen zu arbeiten. Trotz dieser Herausforderungen konnten wirklich kreative Spiele entstehen.
Ergebnisse:
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse der einzelnen Gruppen dargestellt. Jedes Spiel existiert zumindest einmal pro Gruppe als Prototyp und besteht aus den jeweiligen Spielutensilien (Spielplan, Karten, Spielfiguren, Würfel, u.dgl.) und einer Spielanleitung, die angibt, wie man das Spiel spielen soll. Während Gruppe 1-6 analoge oder hybride Spiele erstellt haben, hat Gruppe 7 ein digitales Klimaschutz-Spiel mit Hilfe einer Learning-App erstellt (siehe Link). Die Themen der Spiele sind, wie man sieht, sehr facettenreich.

 

Kleingruppen-Nr. Thema des Climate-Change-Games Spielart Kurzbeschreibung zum Spiel
Gruppe 1 Waldbrände „Activity“ Die Spieler*innen müssen verschiedene Begriffe zum Thema zeichnen und / oder erklären.
Gruppe 2 Naturkatastrophen Memory-Quiz-Spiel Die Spieler*innen müssen – wie beim Original – die Kärtchen richtig aufdecken und dabei – fallweise – Fragen zum Thema Naturkatastrophen beantworten.
Gruppe 3 In eine nachhaltige Zukunft durch regionale Produkte Memory mit QR-Codes Auf den Memory-Karten befinden sich QR-Codes, die mit der Smartphonekamera gescannt werden. Diese führen schließlich zu weiterführenden Fragen in der App „Actionbound“, die die Spieler*innen digital beantworten müssen.
Gruppe 4 Meeresspiegelanstieg Memory Klassisches Memory-Spiel, das das Thema „Meeresspiegelanstieg“ aufgreift.
Gruppe 5 Schmelzen der Pole Eisbär und Pinguin – Brettspiel Das Ziel dieses Spieles ist es zu versuchen, so viele Fragen wie möglich richtig zu beantworten, um so viele Tiere (Eisbären oder Pinguine) wie möglich zu retten.
Gruppe 6 CO2-Ausstoß durch Lebensmitteltransporte Brettspiel mit Quiz-Elementen Das Brettspiel greift das Thema der globalen Lebensmitteltransporte auf. Die Spieler*innen müssen leichte, mittelschwere und schwierige Fragen zur Thematik beantworten und dürfen – nach richtiger Beantwortung – ein Feld mit der Spielfigur weiterziehen.
Gruppe 7 Mülltrennung Digitales Zuordnungsspiel via „Learning Apps“ In diesem Spiel werden die Knacknüsse der Mülltrennung mit einer digitalen Spielvariante aufgegriffen und damit die Mülltrennung gefestigt. Link zum Spiel: https://learningapps.org/watch?v=pqetb2nzn21

Statements der SchülerInnen der 5bi Klasse

Wir haben sowas noch nie gemacht. Natürlich lief es nicht immer perfekt. Es gab höhen und Tiefen, aber wir haben viel gelernt. Und am Ende waren alle zufrieden, dass wir es geschafft haben. (Litzllachner Peter)
Ich kann mein Statement nur positiv verfassen. Wir haben ein lustiges und spannendes Spiel gestaltet auf welches ich und meine Kollegen sehr stolz sind! (Hausott Emely)
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht mit Studenten zu arbeiten und eine neue App, Actionbound kennenzulernen, welche eine wirklich gute App ist, die ich bis jetzt noch nicht kannte. (Bauer Viktoria)
Die Studenten haben uns sehr viel beigebracht und waren immer für uns erreichbar. Ich habe viel dazu gelernt, wofür ich sehr dankbar bin. Es war eine tolle Erfahrung für mich und meine Teamkolleginnen! (Bachlechner Emily)
Die Studenten haben uns sehr viel beigebracht über den Klimawandel. Sie haben uns verständliche Antworten gegeben und sich die Zeit genommen uns alles so zu erklären damit wir es verstehen konnten. Es hat mir sehr gefallen und ich lernte viele Sachen dazu. Es war eine großartige Erfahrung und würde das Projekt wieder machen! (Kezban Yaman)
Teamwork war das um und auf. Wenn man sich unsicher bei einer Sache war, standen unsere Studenten immer zur Verfügung. Hoffentlich kann unsere Klasse in den nächsten Jahren wieder an so einem spannenden Projekt teilnehmen. (Melissa Sandtner)
Trotz meist langen Arbeitszeiten war es immer ein Spaß zusammen mit Freunden ein eigenes Spiel zu entwickeln und zu designen. Den Job, uns durch das Projekt zu leiten und unser Leben mit möglichen Hilfestellungen zu vereinfachen, erfüllten die uns zugeteilten Studenten mit Bravour. (David Kapeller)
Die Studenten waren hilfsbereit und haben uns immer gut korrigiert. Sie haben uns rechtzeitig über das Datum der Termine Bescheid gegeben. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Endergebnis. (Elvina Dedic)
Annas Statement: Das Uni-Projekt hatte seine Höhen und Tiefen. Doch mit der Hilfe und dem Feedback der Studenten entwickelte es sich zu einer interessanten und lehrreichen Erfahrung.
Emilys Statement:
Ich finde es war von Anfang an interessant zu beobachten wie die Spiele entstanden sind und wie auch unser Spiel nach langen Überlegungen endlich Form angenommen hat. Natürlich gab es auch mal eher „blöde“ Zeiten, aber mit den Studenten und meinen Klassenkollegen konnten wir alles so schaffen wie wir es wollten. Ich nehme auf jeden Fall viele Erfahrungen aus dem Projekt mit.
Laras Statement: Ich fand das Projekt von Anfang an sehr interessant und bin froh, dass wir die Möglichkeit hatten diese Erfahrung zu machen. Es gab zwar Zeiten, in denen ich das Arbeiten als eher mühsam empfand, doch mit den Studenten und meinen Klassenkolleginnen war das schnell wieder vergessen. Ich finde es super, dass so viele verschiedene Spiele zu Stande gekommen sind.

 

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Wanderausstellung – 100 Jahre Verfassung

Im Jahr 2020 wurde das 100-jährige Jubiläum der österreichischen Bundesverfassung und des Verfassungsgerichtshofes gefeiert. Mit dem Projekt “Verfassung macht Schule” hatte der Verfassungsgerichtshof speziell für dieses Jubiläumsjahr einen Schwerpunkt mit Besuchen an Schulen und Führungen von Schülerinnen und Schülern durch den Verfassungsgerichtshof geplant.

Nach einem erfolgreichen Auftakt dieser Aktion mussten seit Beginn der Pandemie sämtliche geplanten Besuche abgesagt werden. Es konnte zwar ein gewisser Kontakt mit den Schulen aufrechterhalten werden und das Heft “Unsere Verfassung als Magazin” wurde an interessierte Schulen verteilt. Leider war ein intensiverer Austausch mit Schülerinnen und Schülern nicht möglich.

Umso erfreulicher ist es daher, dass mit kleiner Verzögerung nun die Wanderausstellung “Verfassungsgerichtshof auf Tour” durch die Bundesländer reisen wird. Nach den Osterferien bis Anfang Juli wird in zwei Containern an verschiedenen Standorten in allen neun Bundesländern die Möglichkeit geboten, den Infopoint 100 Jahre Verfassungsgerichtshof zu besuchen. Die konkreten Standorte sind ab März 2021auf der Website des Verfassungsgerichtshofes www.vfgh.gv.at abrufbar.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren und kann jederzeit während der Öffnungszeit ohne Anmeldung in Anspruch genommen werden.

Allfällige Fragen können an folgende Mailadresse gesendet werden: verfassungmachtschule@vfgh.gv.at

Verfassungsgerichtshof Österreich

Freyung 8, 1010 Wien
http://www.vfgh.gv.at/

Folder Infopoint 100 Jahre

Demokratie (er)leben am BG/BRG St. Martin Villach

Demokratie (er)leben – Projektbericht

 Hintergrund:

Dieses Projekt begann in meinem Kopf bereits 2015/2016, als ich in einer meiner fünften Klassen Geschichte unterrichtete. Es war eine typische Klasse unsers Hauses – nette Kinder aus bildungsnahem Elternhaus, nicht unreflektiert und durchaus interessiert. Wir sprachen über die Römische Republik, in der es die Option gab in Zeiten der Krise einen Diktator auf Zeit zu ernennen. Auf meine Frage, ob sich die Schülerinnen und Schüler so eine Diktatur auf Zeit auch für unser heutiges Österreich vorstellen könnten, meinten 27 von den 28 Kindern, dass das eigentlich eine gute Idee wäre.

Etwa zur gleichen Zeit diskutierte ich im Englischunterricht in meiner 7. Klasse das Thema Brexit. Das Referendum war gerade über die Bühne gegangen und England war in Aufruhr. Die jungen Engländer hatten damals eine Reform des Wahlrechtes gefordert – Bürger über 50 sollten nur mehr ein 50%iges Wahlrecht erhalten. Ich stellte diese Forderung zur Diskussion und mehr als die Hälfte der Klasse meinte ebenfalls, dass dies gar keine schlechte Idee wäre.

Dies sind nur zwei Beispiele für Gespräche und Diskussionen, die mich wirklich erschütterten, denn an ihnen konnte man klar erkennen, wie leichtfertig wichtige Grundwerte der Demokratie von den jungen Menschen in Frage gestellt wurden. Immer mehr beschäftigte mich die Frage, wie ich denn diesem Trend in der Schule gegensteuern könnte.

Wie es der Zufall haben wollte, besuchte ich im gleichen Schuljahr ein Seminar von Mag. Florian Kerschbaumer (Donau Universität Krems) mit dem Titel: Politische Partizipation als Fundament der Demokratie. In diesem Seminar bekam ich die Bestätigung für meine Beobachtungen im Mikrokosmos Schule. Wir befinden uns gesamtgesellschaftlich zurzeit in einem Zeitalter der zunehmenden Politik- und Demokratieverdrossenheit. Umfragen beweisen, dass demokratische Werte in unserer Bevölkerung Jahr für Jahr an Bedeutung verlieren. Seit einigen Jahren schon befasst sich die Partizipationsforschung mit diesen Phänomenen und hat herausgefunden: je mehr sich ein Mensch in jungen Jahren an demokratischen Prozessen beteiligt, desto höher wird auch der Stellenwert der Demokratie in seinem Leben.

Ich hatte das Gefühl eine Antwort auf meine Fragen bekommen zu haben und ich begann das Projekt Demokratie (er)leben zu planen.

Projekt – Zielsetzung und Ablauf

Im Schuljahr 2017/2018 startete ich das Projekt „Demokratie (er)leben“ am BG/BRG Villach St. Martin (1200 SchülerInnen, 120 KollegInnen). Ziel des mehrjährigen Projektes ist es, vermehrt demokratische Prozesse in den Schul- und Unterrichtsalltag der Schülerinnen und Schüler einzubinden, bzw. vorhandene Prozesse und Ämter zu stärken und sichtbarer zu machen. Dadurch soll eine Stärkung des Demokratiebewusstseins der Schülerinnen und Schüler erfolgen, welches, laut Studien der Partizipationsforschung, zu einer Stärkung der Demokratie in unserer Gesellschaft führen soll.

Dieses Ziel soll erreicht werden, indem

  • mit Hilfe des gesamten Lehrkörpers an unserer Schule bereits vorhandene demokratische Elemente im Unterrichtsalltag ausgebaut und sichtbarer gemacht werden
  • diese demokratischen Elemente mit Hilfe des gesamten Lehrkörpers evaluiert und bewusst eingesetzt werden
  • den Schülerinnen und Schülern die nötigen Kompetenzen mitgegeben werden, um sich aktiv an partizipativen Prozessen beteiligen zu können.
  • schulinterne Wahlen (Klassensprecher, Stufensprecher, Schulsprecher) möglichst korrekt und wirklichkeitsnahe durchgeführt werden
  • eine Aufwertung der demokratischen Ämter der Schülerinnen und Schüler (KlassensprecherIn/StufensprecherIn/Schülervertretung) erfolgt
  • demokratische Partizipation der Schülerschaft auf der Ebene der Schulgemeinschaft noch weiter ausgebaut wird.

 

Im ersten Projektjahr 2017/2018 begann die erste Phase des Projektes – die Stärkung demokratischer Prozesse im Unterrichtsalltag. Begleitet wurde dieser Prozess von Vorträgen mit Mag. Florian Kerschbaumer von der Donauuniversität Krems (Partizipationsforschung) oder Dr. Kathrin Stainer-Hämmerle von der FH Villach.

In einem ersten Schritt tauschte sich das Lehrerkollegium über demokratische Best-Practice Beispiele aus dem Schulalltag aus, welche in einer Ideenmappe gesammelt wurden. Die Ideenmappe erstreckt sich über 21 Seiten und enthält beispielsweise folgende Best-Practice Beispiele:

  • Vetorecht bezüglich Testdatum/Abstimmung über Testdatum
  • Sorgenbox für allfällige Anliegen, welche in der KV Einheit behandelt werden
  • Demokratische Abstimmung über Schwerpunktsetzung zu einem Thema (schriftlich)
  • Selbstbewertung und Reflexion bei Gruppenarbeiten
  • Abstimmung über Form der Leistungsbeurteilung zu einem eingegrenzten Thema
  • Abstimmung, ob ein Kapitel noch vertieft/geübt werden soll
  • Verbindliche Verhaltens- und Kommunikationsrichtlinien werden gemeinsam erarbeitet
  • Gemeinsame Organisation von Ausflügen, Buffets, Alternativtagen
  • Klassenrat, in dem 1x wöchentlich Probleme besprochen werden

 

Im zweiten Projektjahr 2018/19 wurde die fertige Ideenmappe dem Kollegium präsentiert und zur Verfügung gestellt, mit der Aufforderung diese Best-Practice Beispiele im Laufe des ersten Semesters auszuprobieren. Im Frühjahr wurden die Erfahrungen anschließend in einem pädagogischen Nachmittag ausgetauscht und die Best-Practice Beispiele evaluiert. Das Feedback der KollegInnen wurde in Folge in die Ideenmappe eingearbeitet.

In dieser ersten Projektphase wurden verstärkt demokratische Prozesse im Schul- und Unterrichtsalltag eingesetzt und die Schülerinnen und Schüler übten demokratische Kompetenzen. Natürlich ist diese Phase nicht abgeschlossen, denn durch den kollegialen Austausch und die Verbreitung der Ideenmappe sind diese partizipativen Elemente ein selbstverständlicher Teil unseres Schulalltags geworden. Die Ideenmappe wird weiterhin zu Beginn jedes Schuljahres ausgeschickt. Auch Kolleginnen und Kollegen die neu an unsere Schule kommen, bekommen die Ideenmappe bei Dienstantritt und werden aufgefordert, demokratische Elemente in ihren Unterrichtsalltag einzubinden.

Parallel zum Fortbestand der ersten Phase des Projektes, rückten im dritten Projektjahr 2019/20 die demokratischen Ämter der Schülerschaft in den Fokus. Zunächst wurde gemeinsam mit der Schülervertretung die Ist-Situation der demokratischen Arbeit der Schülerschaft an der Schule evaluiert und Verbesserungsvorschläge eingeholt. Das Ergebnis zeigte folgende Punkte.

Es sollte/n

  • eine Aufwertung der Rolle des Klassensprechers/der Klassensprecherin erfolgen
  • die jüngeren Schüler (7. + 8. Schulstufe) in klassenübergreifende demokratische Prozesse involviert werden
  • die Wahlen zur Schülervertretung qualitativ aufgewertet werden, um die Bedeutung derselben zu stärken
  • ein eigenes Schülerparlament gegründet werden

Die Schülervertretung führte im Schuljahr 2019/20 die Rolle der Stufensprecher für die 7. und 8. Schulstufe ein und führte dementsprechende Wahlen durch. Jede/r SchülerIn dieser beiden Schulstufen konnte zur Wahl des Stufensprechers/in aufstellen lassen, wurde über die Rolle (klassenübergreifende Vertretung der Jahrgangsstufe, Teilnahme an Besprechungen mit der Schülervertretung …) aufgeklärt und hatte die Gelegenheit sich den Wählern vorzustellen.

Im zweiten Semester erfolgte die Planung eines neuen Konzeptes der Wahl zur Schülervertretung. In der Vergangenheit gab es hier immer wieder eine gewisse Gleichgültigkeit der Schülerschaft gegenüber der Wahl und der Rolle der Schülervertretung. Dies manifestierte sich unter anderem in der nicht einfachen KandidatInnensuche und in der Abgabe von ungültigen Stimmen. Hier wurde darauf geachtet, dass die Wahlen in Zukunft möglichst korrekt und wirklichkeitsnahe durchgeführt werden sollten.

Im Schuljahr 2020/21, dem vierten Projektjahr, wurden die optimierten Wahlen erstmals durchgeführt. Die KandidatInnen bekamen zunächst die Möglichkeit sich und ihr Wahlprogramm in einem vierminütigen Video vorzustellen. Um Chancengleichheit zu gewähren, wurde dieses Video von der Schule produziert. Die KandidatInnen wurden so eine Woche vor der Wahl der Wählerschaft vorgestellt. Die, aus unabhängigen SchülerInnen und zwei Lehrerinnen bestehende, Wahlkommission führte die Wahl zur Schülervertretung in zwei Wahllokalen durch, wobei genau auf ein wirklichkeitsgetreues Prozedere mit Wählerliste, Wahlkabinen, Wahlurne etc. geachtet wurde.

Nach Abhaltung der Wahl bestätigte sich in einer Umfrage, dass die SchülerInnen die Wahl in diesem Jahr als bedeutender empfanden und dass auch die Ämter der Schülervertretung an Bedeutung gewonnen hatten. Auch die große Anzahl der KandidatInnen (6 statt üblicherweise 3-4), sowie die Anzahl der gültigen Stimmen (nur 3 ungültige von 330 abgegebenen Stimmen – im Vorjahr über 60 ungültige Stimmen), bestätigten diese Beobachtung.

Nach der Wahl zur Schülervertretung wurde Im Oktober 2020 auch gleich ein schulinternes Schülerparlament gegründet. Das Schülerparlament soll in Zukunft den legislativen Zweig der Schülerschaft bilden, während die Schülervertretung die Exekutive darstellt. In regelmäßigen, ordentlichen Parlamentssitzungen haben die ParlamentarierInnen (die Klassensprecher der Oberstufe, sowie die Stufensprecher der Unterstufe) die Möglichkeit anhand von Anträgen die Arbeit der Schülervertretung zu beeinflussen bzw. anhand von parlamentarischen Anfragen dieselben zu kontrollieren. Die Sitzungen unterliegen einer Tagesordnung und werden protokolliert. Somit wird die Schülervertretung zu einem Organ aller Schülerinnen und Schüler unserer Schule und jede Klasse hat über die KlassensprecherIn/StufensprecherIn die Möglichkeit ihren Schulalltag demokratisch mitzugestalten.

Durch die Einführung des Schülerparlamentes wird gleichzeitig das Amt des/der KlassensprecherIn durch die Tätigkeit als ParlamentarierIn aufgewertet. Somit wird der/die KlassensprecherIn zu einem aktiven Vertreter der Klasse im Schülerparlament und die stereotype Rolle (Geld einsammeln, Listen führen …) wird von einer demokratisch verantwortungsvollen abgelöst.

 

Durch das Projekt Demokratie (er)leben nehmen die 1200 Schülerinnen und Schüler unserer Schule jeden Tag im Kleinen an partizipativen Prozessen teil. Durch diese regelmäßige Teilhabe schärfen sie ihre demokratischen Kompetenzen und sehen ihre demokratische Verantwortung als Selbstverständlichkeit. Dies wird zudem noch gestärkt, da die demokratischen Ämter der Schülerschaft (Klassensprecher, Stufensprecher, Schülervertretung, Schülerparlament) ausgebaut wurden und durch das Projekt an Bedeutung gewonnen haben.

Dadurch nehmen unsere Schülerinnen und Schüler jeden Tag ihre demokratische Verantwortung wahr – in den partizipativen Prozessen, durch ihr Wahlrecht und in ihren demokratischen Ämtern. Ich bin überzeugt, dass durch dieses Projekt die Demokratie in den Köpfen unserer Schülerinnen und Schüler einen noch höheren Stellenwert bekommt und sie dadurch zu reflektierten und politisch bewussten, jungen Erwachsenen werden.

Mag. Ute Bauer