Wanderausstellung “erfasst, verfolgt, vernichtet”

Quiz Politische Bildung – Europa-Quiz 2016/17

Dialogkonferenz

Dialogkonferenz Ost
Die Dialogkonferenz Ost für die Bundesländer Wien, Kärnten, Steiermark, Burgenland und Niederösterreich fand vom 15.-18. Februar 2017 in Sankt Pölten statt. 

 

Wer sind HeldInnen? Was ist Österreich? Wie funktioniert Demokratie?

Wer sind HeldInnen? Was ist Österreich? Wie funktioniert Demokratie?

Diese Fragen stellen wir uns in den thematischen Rundgängen “denk mal wien”.

Auf Einladung der Bundesregierung und der Stadt Wien konzipierte das Mauthausen Komitee Österreich das Vermittlungsprojekt “denk mal wien”. Um die Geschichte und den Umgang mit ihr anhand von Denkmälern und Gedenkstätten Jugendlichen zu vermitteln, bietet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) seit Herbst 2016 thematische Rundgänge in und rund um die Innere Stadt an: “Wir sind HeldInnen!”, “Republik und Demokratie”, “‘Wir’ und die ‘Anderen'” und “Was ist Österreich?”. Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit des Nationalsozialismus mit einem Gegenwartsbezug gesetzt.

Rundgang buchen unter www.denkmalwien.at

ZeitzeugInnen erzählen

“Es ist nur zu hoffen, dass die Jungen, die dem Nationalsozialismus Nachgeborenen, vorausschauender handeln und so rasch wie möglich wieder eine Einheit gegen Neonazismus, Rassismus, Chauvinismus und Kriegsideologie herstellen.” (Margarete Schütte-Lihotzky)
In mehr als 60 Kurzvideos erzählen Käthe Sasso, Richard Wadani und Rudi Gelbard über Ihre Erfahrungen zur Zeit des Nationalsozialismus und über das Österreich nach 1945. Sie erzählen über Ihre Arbeit für ein “Niemals wieder” bis heute. Mehr als 90 Kurzbiographien, Erzählungen und Statements von ZeitzeugInnen wie Margarete Schütte-Lihotzky, Ceija Stojka, Jura Soyfer, Hans Maršálek, Anna Gräf, Johann Sokopp, Leopoline Sicka, Josef Sasso, Theodor Rackwetz, Erwin Puschmann, Hermann Plackholm, Jakob Kastelic, Helene Kafka und vielen mehr sind auf www.denkmalwien.at zu finden.

Begleitungen an Orten ehemaliger Außenlager des KZ Mauthausen

Das Interesse an Geschichte ist immer dann am größten, wenn die eigene Erfahrungswelt betroffen ist.

Seit 2011 ermöglicht das MKÖ mithilfe von ausgebildeten und zertifizierten Guides ebenso Begleitungen an Orten der ehemaligen Außenlagern, da es vom KZ Mauthausen ca. 50 Außenlager in nahezu allen Bundesländern Österreichs gibt. Die Begleitungen werden an 22 Orten ehemaliger Außenlager durchgeführt: Guntramsdorf/Wiener Neudorf, Hirtenberg, Hinterbrühl, Melk, Redl-Zipf, Lenzing, Vöcklabruck, Gusen I, Gusen II, Gusen III, Ternberg, Großraming, Dipoldsau, St. Valentin, Steyr, Peggau, Wagna/Leibnitz, Bretstein, Schloss Lind, St. Lambrecht, Loibl Nord und Loibl.
Durch die Mauthausen-Außenlager-Begleitungen werden Gedenkorte ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen als Lernorte für junge Menschen genutzt, um ihnen Faschismus und Rechtsextremismus sowie Diskriminierung einerseits und Zivilcourage und gesellschaftliche Verpflichtung andererseits im Gestern und im Heute zu vermitteln. Außerdem soll eine Begleitung an Orten ehemaliger Außenlager darauf abzielen zu verdeutlichen, dass sich die Geschichte des Lagers Mauthausen und seiner Außenlager nicht außerhalb ihrer eigenen Umgebung abspielte, sondern mit dieser eng verwoben war und ist.

Anmeldung unter www.mauthausen-guides.at

Workshop “Wir sind alle”

“Herzlichen Dank für Ihren Workshop “Wir sind alle”. Ich bin sehr froh, dass das MKÖ solche Veranstaltungen anbietet, die gerade in Zeiten wachsender Ressentiments gegen das Fremde und wiedererstarkender nationalistischer Strömungen einen wirkungsvollen Gegenpol bei jungen Menschen setzen können.”
Der Workshop “Wir sind alle” wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Grund dafür waren die vermehrten Anfragen von LehrerInnen, basierend auf dem vermehrten Vorkommen der Terroranschläge, besonders der Anschlag in Paris auf Charlie Hebdo. Das Ziel des Workshop ist es Themenbereiche wie die eigene Identität, das Aufeinandertreffen fremder Kulturen, Vorurteile und Diskriminierung auf Grund von Religion, Kultur und anderen Menschenrechtsverletzungen zu behandeln und so die Entstehung einer interkulturellen Kompetenz zu fördern. Im Rahmen des Workshops setzen die Jugendlichen sich mit der eigenen Identität und ihrem Alltag auseinander. Durch verschiedenste Übungen wird mit den Jugendlichen zu diversen Themen wie Vorurteile, Vielfalt, Religionen, Menschenrechte und Identitäten gearbeitet. Ziel des Workshops ist es, einen Bogen zu einem respektvollen Zusammenleben zu spannen. Dieser Workshop kann sowohl als Ergänzung zu den Besuchen der KZ-Gedenkstätten als auch separat gebucht werden.

Anmeldung unter www.mauthausen-guides.at

Zivilcourage-Trainings

“Es war informativ, lebendig und interessant gestaltet! Es wurde offen vor Augen geführt welche Möglichkeiten man hat und das es auch wirklich für jeden Menschen eine Form von Zivilcourage gibt!”
Im April 2010 startete das Jugendprojekt “Zivilcourage trainieren”. Durch das Trainieren von Zivilcourage werden unter anderem ihre Handlungsmöglichkeiten erweitert und ihrer Selbstsicherheit bestärkt. Ein zusätzlicher Schwerpunkt ist auf Mobbing und Zivilcourage im Internet ausgerichtet.

Die zentralen Ziele des Zivilcourage-Trainings sind die Sensibilität für zivilcouragiertes Handeln zu erhöhen, das eigene Verhaltensrepertoire auf unterschiedlichen Ebenen zu erweitern sowie Zivilcourage und gesellschaftliche Verantwortung im Gestern und Heute zu vermitteln. Die Faktoren, die zu zivilcouragierten Handlungen führen bleiben immer gleich. Die Rahmenbedingungen innerhalb derer sie stattfinden verändern sich im Laufe der Zeit.

Anmeldung unter www.zivilcourage.at

Mauthausen Komitee Österreich
Obere Donaustr. 97-99/4/5
A-1020 Wien
tel: +43-(0)1-212 83 33
fax: +43-(0)1-212 86 59
www.mkoe.at

Zeitzeugin

Liebe KollegInnen und Kollegen!

Als Zeitzeugin gehöre ich zur Opfergruppe der Kärntner Slowenen. Als 6 jähriges Kind wurde ich am 14. April 1942 zusammen mit den Eltern in ein Zwangsarbeiterlager nach Deutschland deportiert. Vom Tage an, als bewaffnete SS Leute in unser Haus stürmten und uns unter Gebrüll und Bedrohungen gewaltsam weg trieben, verfolgen mich die Erinnerungen an die Nazizeit aus der Sicht eines Kindes, das aller seiner Menschenrechte beraubt war und drei und ein halb Jahre in Angst und Schrecken in einem Nazilager lebte und im Gegensatz zur Schwester überlebte.

Ich gehe gerne an Schulen, um den jungen Menschen über das Nazi Regime aus der Sicht meiner Erlebnisse zu erzählen.

Sie erreichen mich über meine e-mai Adresse: Katja.Sturm-Schnabl@univie.ac.at

Plattform Politische Bildung: Dialog im Landhaus

Zahlreiche  Pädagoginnen und Pädagogen der Unterrichtsfächer  „Geschichte/Recht/Politische Bildung“  sind am 14.12.2016 der Einladung von Landtagspräsident Ing. Reinhart Rohr und AP Rudolf Altersberger  gefolgt und haben sich zu einem Dialog im Grünen Saal des  Kärntner Landhauses eingefunden.

Das Vorhaben, die neue Initiative des Kärntner Landtages, die „Plattform Politische Bildung“ samt dazugehöriger Homepage  vorzustellen, und dabei die Grundsätze dieser Einrichtung  auch gleich umzusetzen, ist  gelungen. Im  Mittelpunkt der anregenden Gespräche standen die Möglichkeiten und Chancen der Nutzung der Plattform in der Schule, im Unterricht, sowie die Möglichkeiten einer  Weiterentwicklung der Homepage mit Einbindung der Zielgruppe „Schüler und Schülerinnen“.

Der Landtagspräsident  und  der Amtsführende Präsident des Landesschulrates Kärnten betonten in ihren Statements die Notwendigkeit und Wichtigkeit des besonderen Engagements im Unterrichtsfeld „Politische Bildung“ . Mit  besonderem Dank würdigten sie die große Einsatzbereitschaft der anwesenden Lehrerinnen und Lehrer.

denk mal wien

Neues Jugendangebot startet – Für Jugendliche kostenlos

Auf Einladung der Bundesregierung und der Stadt Wien konzipierte das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) das Vermittlungsprojekt „denk mal wien“. Seit September 2015 bildete das MKÖ VermittlerInnen und Vermittler zur Durchführung der Rundgänge im Rahmen des Jugendprojekts „denk mal wien“ aus. Diese 27 „denk mal wien“ Vermittlerinnen und Vermittlerwurden am 6. Oktober 2016 im Bundeskanzleramt zertifiziert.
Die Rundgänge des Vermittlungsprojekts “denk mal wien” beschäftigen sich mit vier verschiedenen Themen: “Wir sind HeldInnen”, “Republik und Demokratie”, “‘Wir’ und die ‘anderen'” und “Was ist Österreich?”. Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit des Nationalsozialismus mit einem Gegenwartsbezug gesetzt. Im Zuge der thematischen Rundgänge werden inhaltliche Anknüpfungspunkte zur Geschichte der Orte und Denkmäler/Gedenkstätten gebildet.

Das Projekt richtet sich besonders an eine jugendliche Zielgruppe mit dem Fokus auf SchülerInnen aus Polytechnischen Schulen, BerufsschülerInnen, Lehrlinge, Jugendliche aus Berufsbildungseinrichtungen, jugendliche ArbeitnehmerInnen, Auszubildende sowie Jugendliche aus außerschulischen Einrichtungen. Wichtig ist uns bei unserer Vermittlungsarbeit, die Jugendlichen in ihrer heutigen Lebenswelt zu erreichen.

In den „denkmalwien“ Rundgängen nutzen wir QR-Codes, Einbindung von Social Media und kurze, aussagekräftige ZeitzeugInnen-Interviews.
Mehr als 60 Videoclips mit Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind Bestandteil der Rundgänge und auf der interaktiven Website www.denkmalwien.at zu finden.

Die Rundgänge dauern 2 Stunden und sind unter www.denkmalwien.at buchbar.

Österreichs Zeitzeugen

Im Rahmen der Aktion „ORF-TVthek goes school“ steht seit 30. September 2016 auf der ORF-TVthek unter dem Titel „Österreichs Zeitzeugen“ ein neues Videoarchiv mit persönlichen Erinnerungen österreichischer und internationaler Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bereit, das einen einzigartigen Zugang zur Zeitgeschichte Österreichs bietet.


Das neue, uneingeschränkt zugängliche Videoarchiv wurde vom ORF gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee Österreich und mit Unterstützung des Österreichischen Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds der Republik Österreich gestaltet.

„Österreichs Zeitzeugen“ ist Teil der Aktion „ORF-TVthek goes school“, die seit 2014 Videoarchive auf der Videoplattform ORF-TVthek in einer speziell für die Integration in den Unterricht geeigneten Form bereitstellt. Die Inhalte sollen dabei vor allem Lehrer/innen und Schüler/innen ansprechen und sind speziell als multimediales Bildungsangebot für den Unterricht an Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen geeignet. Im Mittelpunkt des Videoarchivs stehen 102 Interviews und Gespräche mit „Österreichs Zeitzeugen“. Sie berichten in den vier Rubriken „Monarchie und Erster Weltkrieg“, „Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus“, „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ und „Nachkriegszeit“ von ihren Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnissen.
Das neue Online-Videoarchiv kann gerade durch die sehr persönlichen und emotionalen Zeitzeugen-Gespräche das Verständnis und das Wissen vor allem junger Menschen für unsere Vergangenheit und insbesondere für die mit Schrecken behafteten Ereignisse des Nationalsozialismus fördern.

Ebenfalls auf der Homepage der Beitrag zur Geschichte Kärntens: