Strukturierter Dialog reloaded

Wie können benachteiligte oder schwer erreichbare Jugendliche auf EU-Ebene mitreden?

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich ein laufendes bOJA-Projekt, welches den aktuellen 6. Zyklus des Strukturierten Dialogs (Anm. Beteiligungsinstrument der EU, siehe rechte Spalte) begleitet.

Unsere Ausgangsrecherche ergab, dass es zwar ein Interesse von politischen Entscheidungsträger_innen gibt marginalisierte junge Menschen zu erreichen und ihre Stimmen zu hören, aber dass bezüglich der konkreten Beteiligungsform mit ihren Rahmenbedingungen und Methoden oft Ratlosigkeit besteht solche Prozesse anzugehen.

Dies betrifft auch den Strukturierten Dialog, an den marginalisierte Jugendliche nur sehr schwer andocken können.

Vor diesem Hintergrund sammelten wir im ersten Jahr der Projektlaufzeit Formate, Rahmenbedingungen, Methoden und Erfahrungsberichte aus 5 Einrichtungen, die sich darauf eingelassen haben die EU ins Jugendzentrum zu holen. Dies waren:

– Jugendzentrum Corner (Salzburg)
– Mädchenzentrum Klagenfurt (Kärnten)
– Jugendzentrum Judenburg (Steiermark)
– Jugendzentrum Cloob Ebelsberg (Oberösterreich)
– Culture Factor Y (Vorarlberg)

Die Erfahrungen aus der Praxis wurden im Juni 2018 im Rahmen einer Fokusgruppe evaluiert.

Dieses gesammelte Wissen fließt nun zwei Veröffentlichungen:

  • Politikempfehlung: für Entscheidungsträger_innen, die benachteiligte oder schwer erreichbare Jugendliche beteiligen möchten (z.B. in der Gemeinde, aber auch auf anderen Ebenen)
  • Leitfaden: für Praktiker_innen in niederschwelligen Einrichtungen wie Jugendzentren, die politische Bildungsarbeit leisten möchten und sich die EU (durch den Strukturierten Dialog) in ihre Einrichtung holen und den Stimmen “ihrer Jugendlichen” Gehör verschaffen wollen.

Und ebenfalls zum Download: Skript: Partizipationsmethoden in der Offenen Jugendarbeit

bojA lädt am 16. Oktober 2018 zur Abschlussveranstaltung des EU-Projektes “Strukturierter Dialog reloaded” nach Klagenfurt ein.

Einladung “Politische Bildung & Beteiligung im Jugendzentrum” Einladung_Abschlussveranstaltung

 

 

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des EU-Programms für die Bereiche Bildung, Jugend und Sport, ERASMUS+ gefördert.

 

Eckdaten:

– Projektzeitraum: 1. August 2017-31.12.2018

– Projektpartnerin: die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Bürger_innenbeteiligung beteiligung.st

– Fördergeber: Erasmus+ Jugend in Aktion