GIVE PEACE A CHANCE

ROŽ – Slovensko prosvetno društno R0Ž, Šentjakob v Rožu / Slowenischer Kultur­verein ROŽ St. Jakob im Rosental, Višja šola za gospodarske poklice Št. Peter (HLW St. Peter/Šentpeter) Šentjakob v Rožu / Private höhere Lehranstalt für wirtschaft­liche Berufe des Konvents der Schulschwestern St. Jakob im Rosental, NMS Šentja­kob v Rožu / Neue Mittelschule St. Jakob im Rosental

 

GIVE PEACE A CHANCE

 

Projektleitung: Marjan Štikar und Uši Sereinig
Direktionen: Stefan Schellander, Karin Melcher
Inszenierung: Marjan Štikar
Tanz und Choreografie: Maša Kagao-Knez
Beat-Boxing: Murat Kagao-Knez
Percussion: Lan Sticker
Texte zur Performance: Maks Dakskobler
Ausstattung und Requisite: Magdalena Kulnik
Technik: Kristijan Rehsmann und Tilen Lumpert

Projektleiterinnen und Projektleiter: Christin Steiner (Chorleiterin, Zpor NMS Šentjakob v Rožu / Chor der Neuen Mittelschule St. Jakob im Rosental), Katharina Roblek (Organisation), Sonja Koschier (Chorlei­terin, Zbor Višje šole za gospodarske poklice / Chor der HLW St. Peter) Urša Šebat (Organisation)

Das Ensemble: Antonia Paul, Ema Pirker-Frühauf, Ilja Sticker, Leon Lambauer, Lucija Kravcar, Magdalena Novak, Mirjam Sticker, Niko Schlapar, Nikolaj Kofler, Semion Kofler, Adrian Rasinger, Danijel Sticker, Dora Filipov, Emelie Hafner, Eva Wutte, Felix Misotitsch, Florian Krischner, Hannah Keuschnig, Iva Kuvek, Jana Bachmann, Jana Kremer, Joanna Duda, Johannes Hafner, Johannes Schuster, Julia Hölbling, Julia Kauf­mann, Kassian Fugger, Kimberly Kaindl, Lara Rosegger, Lara Schellander, Laura Gabrutsch, Leann Notsch, Lena Einspieler, Leonie Kruschitz, Marco Duda, Maria Lässig, Markus Leitner, Martin Stingl, Maxima Seidl, Maximilian Dridi, Pierre Jautz, Ronja Steiner, Samantha Kawuljak, Samira Hedenik, Samira Krusic, Selina Riepl, Ula Kuvek, Vanessa Eggeler, Ajda Dolinar, Ajda Rakovec, Alea Einspieler, Anastasija Jovanova, Bar­bara Basti, Elena Krebs, Eva Likozar, Eva Lunar, Eva Urbanija, lza Kuhar, Jerneja Vrbanc, Katharina Santner, Klara Simon, Lara Demšar, Leila Osmančevič, Liza Lah, Luka Sticker, Manca Demšar, Manca Lesjak, Manuel Užnik, Maša Hrovat, Natalija Rozman, Nika Demšar, Nika Stirn, Nina Müller, Rebeka Albrecht, Ruth Ro­mih, Tina Praprotnik, Urša Kuhar, Zala Filipič

 

Im Lichte des Projektes „Die Friedensbildung des Einzelnen und der Gesellschaft” ist zu betonen, dass Rassismen unterschiedlichster Art, und zwar sowohl solche zwischen einzelnen Gruppen als auch zwischen einzelnen Menschen zu Feindselig­keiten und letztlich zu kriegerischen Auseinander­setzungen führen können. Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche gegen Rassismen zu sensi­bilisieren und ihnen zu zeigen, wohin diese führen können. Vor diesem Hintergrund wurde mit den Schülerinnen der NMS St. Jakob/Šentjakob, der HLW in St. Peter/Šentpeter und den Mitgliedern der Theatergruppe teatr zora des Slowenischen Kulturvereins Rot die Performance „GIVE PEACE A CHANCE” in Szene gesetzt in Korrespondenz zur Ausstellung „Vermessungsamt / Geodetski urad” im alten Kino in St. Jakob/Šentjakob. Gemeinsam mit Regisseur Marjan Štikar arbeitete die Tänzerin Maša Kagao-Knez, die in Ljubljana das Tanztheater Studio XXV leitet und wegen ihrer dunklen Haut­farbe immer wieder Anfeindungen ausgesetzt war. Das Generalthema dieser Performance basiert auf dem Text von John Lennon „GIVE PEACE A CHANCE”, das neu arrangiert worden ist und von den Schulchören der Višja šola za gospodarske poklice Št. Peter (HLW St. Peter/Šentpeter) Šentjakob v Rožu / Private höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe des Konvents der Schulschwestern St. Jakob im Rosental, NMS Šentjakob v Rožu / Neue Mittelschule St. Jakob im Rosental gesungen wird. In das Projekt miteinbezogen ist auch die Musik- und Tanzperformance Gruppe Kesaj Tchave, die aus einem Projekt im slowakischen Kezmarok entstand, wo sich im Jahr 2000 junge Roma aus den Barackensiedlungen mit Unterstützung des Musikers Ivan Akimova zusammengeschlossen haben. Gemeinsam mit professionellen Musikern ararbeiten sie ihre Auftritte, was ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Das Publikum erlebt ein authentisches Bild von traditioneller Gipsy-Musik in Verbindung mit moderner slowakischer Musik.

 

Uraufführung: 10. Mai 2019, 19’00 Uhr, weitere Vorstellung 29. Juni 2019, 20’00 Uhr jeweils vor und im Kulturhaus Šentjakob v Rožu/St. Jakob im Rosental. Weitere Vorstellungen im Rahmen der Ausstellung „Vermessungsamt/Geodetski urad“ in Vorbereitung.

„Die Friedensbildung des Einzelnen und der Gesellschaft“

Kärntens Schülerinnen und Schüler schnupperten Theaterluft

Unter der professionellen Anleitung von Kulturschaffenden sowie unterstützt von mehreren Kulturvereinen inszenierten Schülerinnen und Schüler von 17 Kärntner Schulen in diesem Schuljahr insgesamt neun Theaterproduktionen zum Thema „Die Friedensbildung des Einzelnen und der Gesellschaft“. Die Produktionen wurden in Villach präsentiert. In Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser wohnte Jugendreferentin LR.in Sara Schaar sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair der Veranstaltung in der „neuebuehnevillach“ bei.

Gerade das heurige Schuljahr stand im Zeichen von Gedenk- und Erinnerungsmomenten. So wurde etwa im November 2018 der Gründung der Republik Österreich gedacht. Die Schülerinnen und Schüler verarbeiteten in ihren Theaterstücken aber auch neuere Entwicklungen, wie etwa die kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien und die damit einhergehenden Flüchtlingsströme.

„Das Thema Frieden ist ein komplexes Thema, welches in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnimmt. So muss man einerseits die Geschichte kennen, die persönliche, die des Landes Kärntens, die des ganzen Staates Österreich, aber natürlich auch über die Grenzen von Österreich hinaus. Es ist keine Selbstverständlichkeit, in einem friedlichen Land zu leben. Aus diesem Grund freut es mich umso mehr, dass ein solches Projekt von solch fantastischen Schülerinnen und Schülern umgesetzt wird und zur Sensibilisierung für die gesamte Gesellschaft beiträgt. Die einzigartigen Projekte, die in diesem Rahmen entstanden sind, zeigen wieviel Herz und Engagement alle Beteiligten eingebracht haben“, dankte Schaar im Rahmen der Veranstaltung allen Schulen, Direktionen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler, und vor allem auch Projektleiter Rudolf Altersberger.

Dieser betont die breit gefächerte Vernetzung von Kulturschaffenden mit den Schulen. Besonders sei auch die Mitwirkung von Jugendlichen mit Behinderungen sowie die viersprachige Konzeption der Produktionen – sie wurden in deutscher, slowenischer, italienischer und in Gebärdensprache zur Aufführung gebracht.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair betonte den kooperativen und fruchtbaren Austausch zwischen Kultur und Bildung. Das „Schule-Jugend-Theater-Projekt“ solle langfristig zu einem Fixpunkt werden, so der Bildungsdirektor. „Die Zukunft liegt in den Händen unserer Jugend, die mit ihren innovativen Projekten wesentlich zum Schaffen einer Kultur des Erinnerns anstatt Vergessens beigetragen hat“, so Klinglmair.

Für den Kurator und ehrenamtlichen Begleiter des Projekts, Herbert Gantschacher, ergänzen sich Friedensbildung, Schulbildung und kulturelle Bildung gegenseitig. Seitens der Landeskulturabteilung nahm Igor Pucker an der Abschlusspräsentation teil.

Text: LPD Kärnten/ Fabian Rauber

Foto: Büro LR.in Schaar