Mag.a Dr.in Barbara Lesjak, geboren am 24. Juni 1970, wohnhaft in Klagenfurt, ist seit 2004 Landtagsabgeordnete für die Grünen und seit 2013 deren Klubobfrau.

 

Bildungsweg:

Volksschule

Gymnasium

Fremdenverkehrskolleg

Studium der Philosophie und Gruppendynamik an der Universität Klagenfurt

Promotion zur Doktorin der Philosophie

Zusatzausbildung in Training und Beratung in der Österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationberatung (OGGO); seit 2007 Lehrtrainerin

 

Berufserfahrung:

1995-2004 Freiberufliche Tätigkeiten (Forschung, Beratung, Training)

2001-2013 Universitätsassistentin / Assistenzprofessorin am Institut für Philosophie und Gruppendynamik, Universität Klagenfurt

 

Funktionen:

Mitglied des Ausschusses für Infrastruktur, Straßenbau und Verkehrsrecht; Mitglied des Kontrollausschusses

 

Warum sind Sie Politikerin geworden:

Die politische Landschaft war in Kärnten seinerzeit zu stark freiheitlich dominiert; die Art und Weise, wie der damalige Landeshauptmann Haider und seine Gefolgschaft mit kritischen BürgerInnen umgegangen ist, war nicht ok. Das politische Klima war geprägt von Populismus, Rabaukentum, Selbstverherrlichung, Selbstbereicherung, mangelnder staatspolitischer Verantwortung, Verrohung und Radikalisierung in der Sprache. Vor allem der feindliche, aggressive Unterton gegenüber Kärntner SlowenInnen, gegenüber AusländerInnen und gegenüber allen Menschen, die ein bisschen „anders“ waren als heimatverliebte und traditionsbewusste KärntnerInnen, war mir ein Dorn im Auge. Außerdem gab es im politischen Spektrum insgesamt zu wenig grüne Themen, zu wenig Bewusstsein für Umweltschutz, zu wenig Korruptionsbekämpfung, zu wenig saubere Politik. Das alles hat mich motiviert, mich selbst in das politische Geschehen aktiv einzubringen und mehr grüne Themen und eine grüne politische Handschrift in die Kärntner Politik zu bringen.

 

Was möchten Sie speziell für Jugendliche erreichen:

Jugendliche sollen in einer gesellschaftspolitischen Kultur heranreifen, wo sie als politische AkteurInnen ernst genommen und wertgeschätzt werden. Sie sollen positive Perspektiven für die Zukunft haben, sodass sie nicht das Gefühl haben, aus Kärnten auswandern zu müssen. Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Jugendlichen alle Möglichkeiten haben, um ihre Lebenschancen zu ergreifen, sei es eine gute Bildung, gute Arbeitsmöglichkeiten, ein gutes Umfeld für junge Familien, ein gutes und interessantes kulturelles Angebot etc. Am wichtigsten ist – glaube ich – , dass Jugendliche in einem wohlwollenden und förderlichen sozialen Umfeld erwachsen werden können, mit allem, was dazugehört – eigene Freiheiten ausprobieren, sinnvolle Dinge lernen, den einen oder anderen Blödsinn machen und natürlich viel Spaß haben!

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten:

Kuchen backen (mit viel Schokolade), Rad fahren, fernsehen, lesen